Unternehmenskrise finanzieren – zwischen Liquidität, Sanierung und Struktur
Krisen werden finanzierungsrelevant, wenn Liquidität, Covenants oder Eigenkapitalpuffer unterschritten werden. In dieser Phase entscheidet nicht die Höhe zusätzlicher Mittel, sondern die strukturelle Tragfähigkeit des Geschäftsmodells über die Fortführung.
Wann eine Krise finanzierungsrelevant wird
Typische Auslöser sind anhaltende Liquiditätsengpässe, Covenant-Brüche, Verlustserien oder das Wegbrechen zentraler Kunden. Spätestens dann rücken Finanzierungsfragen in den Mittelpunkt der Unternehmensführung.
Instrumente der Sanierungsfinanzierung
Überbrückungskredite, Stundungen und restrukturierte Finanzierungsmodelle dienen der Stabilisierung. Sie ersetzen jedoch kein Sanierungskonzept. Kapital ohne strukturelle Anpassung verlängert lediglich die Krise.
Rolle der Banken in der Sanierung
Banken verlangen (auch aus regulatorischer Notwendigkeit) eine Fortführungsprognose, ein tragfähiges Sanierungskonzept und eine realistische Risikobewertung. Ziel ist nicht kurzfristige Liquidität, sondern die Wiederherstellung einer nachhaltigen Kapitaldienstfähigkeit.
Enorm wichtig ist durch regelmäßiges ehrliches Reporting das Vertrauen oben zu halten!
Abgrenzung zur Insolvenz
Maßgeblich sind Zahlungsfähigkeit, Überschuldung und der Zeitpunkt struktureller Maßnahmen. Wer zu spät reagiert, verliert Handlungsspielräume.
Kernaussage: Sanierungsfinanzierung ist keine Liquiditätsspritze, sondern eine strukturierte Neubewertung des Geschäftsmodells. Eine Grundlage hierfür ist das Vertrauen in die Zukunft.














